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Home Kernfragen Alimente
Alimente PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, 03. August 2007 um 14:03

Alternative zur Alimentenbevorschussung: Die Alimente direkt vom Lohn abziehen lassen


Ist der Alimentenpflichtige unselbständig erwerbend, kann bei Gericht ein Antrag auf „Anweisung an die Schuldner“ gestellt werden, wenn die Alimente nur unregelmässig oder gar nicht oder häufig nicht im vollen Umfang bezahlt wird ( ZGB Art. 291, 132 und 177). Der Vorteil gegenüber der Alimentenbevorschussung: Die Einelternfamilie erhält den ganzen ihr zustehenden Betrag, und nicht nur einen Teil davon.

Alimentenbevorschussung und -inkassohilfe - die Stiefkinder der Familienpolitik


Kinder haben Anspruch darauf, dass sich beide Eltern an ihrem Unterhalt beteiligen. In der Zweielternfamilie teilen die Eltern Pflege, Erziehung und finanziellen Unterhalt der Kinder unter sich auf und tragen die Kinderkosten gemeinsam. Anders bei der Einelternfamilie: Der getrennt lebende Elternteil trägt nur so viel zum Unterhalt seiner Kinder bei, wie es seine finanzielle Situation erlaubt. Das Bundesgericht schützt sein Existenzminimum. Der erziehende Elternteil - in der überwiegenden Zahl der Fälle die Mutter - kommt deshalb zusätzlich zur Pflege und Erziehung ganz oder zur Hauptsache für den finanziellen Unterhalt des Kindes auf, wenn der andere Elternteil seine Kinderkosten nicht bezahlt. Diesem spezifischen Armutsrisiko könnte mit einer wirksamen Sicherung der Kinderalimente begegnet werden.

Erschienen in EinElternForum No 3/2003

Für gezielte Massnahmen gegen Kinderarmut

Die zuständige Nationalratskommission verlangt einen Bericht zur Harmonisierung der Alimentenbevorschussung und -inkasso

Kinderarmut trifft zum grössten Teil Kinder, deren Eltern nicht zusammen leben. Die Armutsursachen reichen von Mängeln im Scheidungsrecht und bei der Alimentenbevorschussung und -inkassohilfe bis hin zur schlechten Zahlungsmoral alimentpflichtiger Eltern.
Entscheidend ist, die Kinderalimente durch eine bessere Alimentenhilfe wirksam zu sichern. Der Schweizerische Verband alleinerziehender Mütter und Väter SVAMV begrüsst deshalb sehr, dass die nationalrätliche Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit den Bundesrat aufgefordert hat, aktiv zu werden.
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Kampf der Armut in der Schweiz. Nationalratskommission beschliesst ein Paket von Vorstössen


Bern (sda) Die Sozialkommission (SGK) des Nationalrates will Ernst machen mit dem Kampf gegen die Armut in der Schweiz. Sie fordert unter anderem einen nationalen Aktionsplan und die Befreiung des Existenzminimums von den Steuern.

Von Armut betroffen sind vor allem auch Alleinerziehende und ihre Kinder. Ein Postulat lädt deshalb den Bundesrat ein, die Harmonisierung der Alimentenbevorschussung und des Alimenteninkassos zu prüfen. Laut Goll gibt es hier eklatante und stossende Unterschiede unter den Kantonen.

Medienmitteilung SGK-N weiter >> download PDF 54 KB
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